Die Literarische Vortragskunst befasst sich mit dichterischen Texten.
Sie will den Text so lebendig gestalten, dass er im Augenblick des Sprechens zu entstehen scheint.
Das setzt eine unmittelbare Natürlichkeit des Vortrags voraus, die sich am Sprechen während des Alltags orientiert, ohne jedoch dessen
Nachlässigkeiten zu übernehmen.
Sie setzt beim Vortragenden eine äusserst intensive Beschäftigung mit dem Text voraus.
Die literarische Vorlage wird gewissermassen
um- und umgewendet und auf Bedeutungen «abgeklopft», so dass sie schliesslich auswendig zur Verfügung steht.
Sie geht dichter an den Text heran als die «Lesung»;
sie versucht, die verborgenen Absichten des Autors in feinsten Nuancen hörbar werden zu lassen.
Sie duldet kein Textblatt zwischen Sprechendem und Zuhörern;
sie ist direkte Kommunikation, an der Auge und Ohr gleichermassen beteiligt sind.
Detlef Rora, Literarische Vortragskunst
Ausbildung in der literarischen Vortragskunst bei Otto Warlich, Berlin
Künstlerische Tätigkeit vorwiegend in Berlin und im norddeutschen Raum, seit 1990 in der Schweiz
Programmbeispiele:
Erzählende Texte
von Franz Kafka Freche Texte
von Tucholsky Satirische Geschichten,
Unheimliche Geschichten und Balladen
Zwei Novellen
von Heinrich v. Kleist: «Ein Erdbeben in Chili» und «Das Bettelweib von Locarno»
Goetheabend
«Der Dichtung Schleier aus der Hand der Wahrheit» Dichtungen der deutschen Romantik
«Das Herz mir im Leib entbrennte»
Die Literarische Vortragskunst befasst sich mit dichterischen Texten.
Sie will den Text so lebendig gestalten, dass er im Augenblick des Sprechens zu entstehen scheint.
Das setzt eine unmittelbare Natürlichkeit des Vortrags voraus, die sich am Sprechen während des Alltags orientiert, ohne jedoch dessen
Nachlässigkeiten zu übernehmen.
Sie setzt beim Vortragenden eine äusserst intensive Beschäftigung mit dem Text voraus.
Die literarische Vorlage wird gewissermassen
um- und umgewendet und auf Bedeutungen «abgeklopft», so dass sie schliesslich auswendig zur Verfügung steht.
Sie geht dichter an den Text heran als die «Lesung»;
sie versucht, die verborgenen Absichten des Autors in feinsten Nuancen hörbar werden zu lassen.
Sie duldet kein Textblatt zwischen Sprechendem und Zuhörern;
sie ist direkte Kommunikation, an der Auge und Ohr gleichermassen beteiligt sind.
Detlef Rora, Literarische Vortragskunst
Ausbildung in der literarischen Vortragskunst bei Otto Warlich, Berlin.
Künstlerische Tätigkeit vorwiegend in Berlin und im norddeutschen Raum, seit 1990 in der Schweiz
Programmbeispiele:
· Erzählende Texte von Franz Kafka
· Freche Texte von Tucholsky
· Unheimliche Geschichten und Balladen
Zwei Novellen von Heinrich v. Kleist: · «Ein Erdbeben in Chili»
· «Das Bettelweib von Locarno»
· Ein Goetheabend «Der Dichtung Schleier aus der Hand der Wahrheit»
· Dichtungen der deutschen Romantik «Das Herz mir im Leib entbrennte»
Aus einer Rezension «Badische Zeitung vom 19. 04. 2005»
In einer knapp zweistündigen Rezitation und begleitet vom vielfältigen Gong-Spiel Susanne Kesslers versenkte der Vortragskünstler und
Sprechpädagoge Detlef Rora im düster beleuchteten und Donner umtosten Dachboden ein gebannt lauschendes Publikum in die seelischen Abgründe Franz Kafkas.
Neun Kurzgeschichten und Aphorismen des Deutsch schreibenden Prager Literaten trug Rora vor und machte die surrealistischen, grotesken und komischen
Elemente der Erzählungen zu einem eindringlichen Erlebnis.
... Rora ist es gelungen, die vielen Facetten in Kafkas Geschichten zur Geltung zu bringen, ohne der kalten, schaurigen Schönheit seiner Mikrokosmen Abbruch zu tun.
Einen unvergleichlichen Dialog mit den verlorenen, bettelnden Figuren und den überirdisch funkelnden Bildern gingen dabei auch die Gongs ein.
Kaum hält man es für möglich, was koreanische, indische und chinesische Gongs für eine bildhafte Sprache entwickeln können.
Die Stimmung des Flehenden durch ein stumpfes Schaben auf der Buk-Trommel zu verbildlichen oder das kindliche Hoffen auf Einlass durch hellst klingende tibetanische Zimbeln
zu verbildlichen, verlieh dem Vortrag eine illusorische Macht, der man sich nicht entziehen konnte.
Tanja Holtze